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Gelenkersatz am Knie

Bild einer Knieteilersatzprothese, wie sie in der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie im Sankt Marien-Krankenhaus Berlin verwendet wird
Teilweiser Oberflächen-Ersatz ©B. Braun Melsungen AG

Die Verschleißumformung der großen Gelenke (Arthrose) ist eine Volkskrankheit, dabei ist das Kniegelenk eines der am häufigsten betroffenen Gelenke. Wenn konservative Behandlungen (zum Beispiel durch Schmerzmittel oder physiotherapeutisch-physikalische Anwendungen) nicht mehr helfen und Mobilität sowie Lebensqualität schmerzbedingt stark eingeschränkt sind, sollte der Gelenkersatz des Kniegelenks erwogen werden.

In unserem zertifizierten EndoProthetikZentrum (EPZ) bieten wir das gesamte Spektrum des Gelenkersatzes am Kniegelenk an und sind auf diesem Gebiet regional für unsere Expertise und die guten Behandlungsergebnisse bekannt.
Beim Kniegelenkersatz verwenden wir ausschließlich Implantate deutscher Hersteller mit bewährten und erfolgreichen Designs, die eine sehr gute Gelenkbeweglichkeit bei kurzer Genesungszeit ermöglichen. Insbesondere im renommierten Swedish Knee Arthroplasty Register wurden beste Ergebnisse hinsichtlich der Lebensdauer der Implantate nachgewiesen.

Dem individuellen Bedarf angepasste Kunstgelenke

In Abhängigkeit vom Schweregrad und der Lokalisation des Verschleißes stehen Kunstgelenke in unterschiedlichsten Ausführungen, Größen und Materialien zur Verfügung. Ziel ist es, die schmerzfreie Mobilität zu erreichen und durch genaue Adressierung der verschlissenen Gelenkanteile so viel gesunde Knochen- und Bandsubstanz wie möglich zu erhalten. Zur Auswahl stehen der reine Oberflächen-Ersatz des inneren oder äußeren Gelenkanteils (sogenannte Schlittenprothese) oder beider Gelenkanteile (Bikondyläre Endoprothese). Dabei werden Oberschenkel- und Schienbeinkomponente achsengerecht am Knochen verankert und dazwischen ein Polyethylen-Inlay als Knorpel-Äquivalent platziert. Bei starkem Knochensubstanzverlust und Bandschäden stehen verschiedene Modelle, die Oberschenkel- und Schienbeinkomponente miteinander verbinden, zur Verfügung. Die Verwendung von Implantaten für Metall-sensible Patienten ist möglich.

Bild einer kompletten Knieersatzprothese, wie sie in der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie im Sankt Marien-Krankenhaus Berlin verwendet wird
Kompletter Oberflächen-Ersatz ©B. Braun Melsungen AG

Von der Planung bis zur Reha

Jede Endoprothese wird vor der Operation anhand einer radiologischen Diagnostik exakt digital geplant. Dies ermöglicht die genau passende Auswahl des Implantats hinsichtlich der individuellen anatomischen Voraussetzungen des Patienten. Dabei werden unter anderem Implantatdesign und -größe, Höhe des Knochenschnittes, Gelenkwinkel, Verankerungstiefe festgelegt.

Der operative Eingriff dauert eine bis eineinhalb Stunden; er wird in Teil- oder Vollnarkose unter stationären Bedingungen durchgeführt. Bereits am Tag nach der Operation beginnt die physiotherapeutisch angeleitete Mobilisierung, unter sofortiger Vollbelastung des operierten Beines. Der stationäre Aufenthalt dauert ca. zehn Tage, nach denen der Patient in der Regel gehfähig auf Ebenen und Treppen ist, wobei unterstützend noch Gehstützen genutzt werden sollten. Zu diesem Zeitpunkt kann das Kniegelenk vollständig gestreckt und mindestens rechtwinklig gebeugt werden. Meist schließt sich eine mehrwöchige Rehabilitationsmaßnahme an, um Koordination, Kraft und Beweglichkeit zu verbessern.

Heutzutage geht man von einer mittleren Lebensdauer der Kunstgelenke von 15 bis 20 Jahren aus, in Einzelfällen länger. Neben der schmerzfreien alltäglichen Mobilität sind gelenkschonende Sportarten (Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking etc.) zu empfehlen. Um einem vorzeitigen Verschleiß oder einer Prothesen-Lockerung vorzubeugen, sind Überlastungen durch Kontakt- oder Ballsportarten zu vermeiden.

Doktor Götz, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie im Sankt Marien-Krankenhaus Berlin

Kontakt

Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. med. Lars-Peter Götz

Sekretariat
Christiane Selke
Mareike Kröller

Telefon 030 / 767 83 - 271 | Fax - 326

Akute Beschwerden: unfallchirurgie[at]marienkrankenhaus-berlin.de
Geplante Behandlungen: orthopaedie[at]marienkrankenhaus-berlin.de

Sprechzeiten

Schulter, Hüfte, Knie, Endoprothetik, Sportorthopädie, Problemfälle
Montag, 14.00 bis 16.00 Uhr
Chefarzt Dr. med. Lars-Peter Götz

Hüfte, Knie, Endoprothetik
Dienstag, 14.00 bis 16.00 Uhr
Oberarzt Dr. med. Martin Schmidt

Schulter, Hüfte, Endoprothetik
Mittwoch, 14.00 bis 16.00 Uhr
Leiter Schulterchirurgie Dr. med. Michael Gaevert

Fuß, Wirbelsäule
Donnerstag, 14.00 bis 16.00 Uhr
Leitender Oberarzt Dr. med. Björn Schumann

Telefonische Sprechzeiten
Montag bis Freitag, 8.00 bis 16.00 Uhr

Notfälle
Sie erreichen uns rund um die Uhr in der Notaufnahme.

Die sehr gute Ergebnisqualität unserer Arbeit beim Einsatz von Kunstgelenken in Schulter, Hüfte oder Knie wird in jährlichen Überprüfungen nachgewiesen. Daher ist das St. Marien-Krankenhaus als EndoProthetikZentrum (EPZ) zertifiziert.

EndoProthetikZentrum (EPZ)