Qualitätssicherung der Krankenhaushygiene

Das St. Marien-Krankenhaus Berlin nimmt am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems (KISS) vom Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) teil. 

Nosokomiale oder Krankenhausinfektionen sind eine der wichtigsten Komplikationen medizinischer Behandlung. Viele deutsche Krankenhäuser haben inzwischen ein gezieltes Qualitätsmanagement zur Erkennung und Überwindung von krankenhaushygienischen Defiziten eingeführt. 

Rund 900 Krankenhäuser nehmen unter anderem am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) teil und nutzen den Vergleich der eigenen Infektionsdaten mit den "Referenzdaten", um im Vergleich zu anderen Stationen/Abteilungen mit ähnlichen Patienten das eigene Infektionsniveau einordnen zu können und zusätzliche Präventionsmaßnahmen zu stimulieren.

Um die Aussagekraft der Daten und damit auch die Wirksamkeit der Surveillance zu steigern, erfolgt im KISS keine krankenhausweite Erfassung, sondern eine Konzentration auf besondere Risikobereiche innerhalb des Krankenhauses. KISS besteht aus diesem Grund aus mehreren Modulen entsprechend den unterschiedlichen Risikobereichen. Für die einzelnen Module existieren jeweils spezielle Surveillance Methoden. Folgende Risikobereiche werden bei KISS durch die einzelnen Module berücksichtigt:

  • Modul Operationsabteilungen (OP-KISS)
  • Modul Intensivstation (ITS-KISS)
  • Modul Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (auch multiresistenter Staphylokokkus aureus) (MRSA-KISS)
  • Modul Clostiridium difficile assoziierte Diarrhö (CDAD-KISS)
  • Modul Händedesinfektionsmittelverbrauch (HAND-KISS)

Ansprechpartner

Manuela Grigat
Fachkrankenschwester für Hygiene
Telefon 030/767 83-147
grigat@marienkrankenhaus-berlin.de

Fax: 030/767 83-554

Meike Selle
Fachkrankenschwester für Hygiene
Telefon 030/767 83-499
selle@marienkrankenhaus-berlin.de

Dr. med. Udo Sucker
Beratender Krankenhaushygieniker
ikusucker@aol.com